Modell des Monats Dez 2016: Ju 87 G2 von Trumpeter in 1:32

Dieser Bausatz ist in diesem Jahr von der bekannten Marke Trumpeter in 1:32 herausgebracht worden und zeichnet sich durch viel Bastelspass, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Trotzdem hat er ein paar Schwächen, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Hier ein kurzer Baubericht mit ein paar nützlichen Tipps zum Nachbauen. Zur Geschichte des Originals gibt es genug in anderen Quellen zu lesen, dieses Modell zeigt eine Maschine einer Panzerjäger-Staffel an der Ostfront im Winter 1944.

Der Rohbau des Modells beginnt mit dem Zusammenfügen einzelner Baugruppen, die man anschließend problemlos airbrushen und lackieren kann. Dazu zählt das dreiteilige Cockpit, der gesamte Motorblock un die offenen Rumpfhälften.

Auch der Flügelholm nebst Fahrwerk kann komplett vorgefertigt werden. Die im Kit enthaltenen Flügel-MGs können für die Version G2 gleich geschlossen werden, sie waren aus Gewichtsgründen ausgebaut. Die Reifen sind schön aus Gummi gefertigt, für die beiden 3,7cm Bordkanonen und deren Magazine liegen Ätzteile bereit.

Die Cockpitteile werden in RLM-Grau grundiert, etwas gealtert und dann im Detail bemalt. Da die Ju über große Fensterflächen verfügt, sollte man hier sorgfältig arbeiten. Auch der Motorblock wird entsprechend koloriert und dann in die lindgrüne Aufhängung eingesetzt.

Der Rumpf wird nun geschlossen und mit dem Flügelholm verklebt. Die Passform ist perfekt, hier muss nur wenig gespachtelt werden.

Ebenso erfolgt der Farbauftrag auf der Oberseite. Da hier später eine Wintertarnung erfolgt, kann man sich die ehemalige Splintertarnung sparen und mit einem RLM Dunkelgrün uni arbeiten.

Die Cockpitgklasteile werden abgeklebt und mit Dunkelgrün passend gespritzt. Wer es bequemer haben will, sei auf erhältiche Abklebemasken von Eduard für das Kit verwiesen. Metallene Abriebspuren auf den Tragflächenwurzeln zeugen von Besatzung und Wartungspersonal.

In der Version G-2 hat die ansonst immer klobig wirkend Ju-87 eine gewissen Ästhetik und der Winteranstrich macht den Vogel umso interesaanter.

Mit ein bischen Hintergrund kommt etwas eisige Atmosphäre auf. Insgesamt viel Spass für einen fairen Preis, auch wenn man sicher einige Details durch Zurüstsätze verbessern kann. AC

Das Cockpit ist ausreichend aber nicht exzellent detailliert, es fehlen hier im Kit z.B. die Sitzgurte, die man im Aftermarket ordern müsste. Für das Armaturenbrett liegen Decals mit dabei. Komischerweise ist dies bei diesem Bausatz das Decal nicht hinter Glasteil verschiebbar, sondern muss mit viel Weichmacher über den erhabenen Armaturen fixiert werden.

Die Bordkanonen sind ausreichend gut detailliert, ob man hier extra Metallrohre braucht, wage ich zu bezweifeln.

Der Motorblock wird anschließend in die Bughälfte eingesetzt und von außen die Abgasrohre angesetzt. Die andere Hälfte bleibt separat, um am Ende diese abnehmbar zu gestalten. Leider entspricht das nicht der realen Motorhaube, hier war der alte Revell-Bausatz  realistischer.

Alle Öffnungen werden abgeklebt und das ganze Modell bekommt an allen Fugen und Kanten ein Preshading in Schwarzbraun.  An der Unterseite werden nun die gelben Ostfrontmarkierungen zuerst gespritzt. das RLM-Hellblau folgt nun transparent über das Preshading, sodaß man eine erste Alterung erzielt. Eine glänzende Klarlackschicht ist zugleich Schutz wie Grundlage für die großformatigen Decals.

Die Wintertarnung erfolgt darüber freihand mit der Airbrush, hier wie beim Original auch zwischen den Hoheitszeichen und Markierungen. Ein leichtes Washing mit Schwarzgrau betont die Fugen.

Die Bordkanonen werden auch durch Schmauchspuren betont, die Gummireifen können mit hellen Pigmenten in ihrem Profil betont werden.

Die Motorabdeckungen kann abgenommen werden, um den Blick auf das Aggregat zu ermöglichen.