Modell des Monats Juni 2016: Revell's IX C/40 U-Boot in 1:72

Obwohl ich eigentlich eher in größeren Masstäben unterwegs bin, ergab sich die Gelegenheit im Maßstab 1:72 einen sehr schönen Revell-Bausatz auf Herz und Nieren zu testen. Es handelt sich hierbei um das IX-C/40 U-Boot von Revell, was immerhin auf eine stolze Modellbaulänge von über 100cm kommt. Die 1200 Tonnen Verdrängung großen U-Boote gehörten zu den größten Exemplaren der deutschen Kriegsmarine und zeigten sich in diesem Bauzustand 1944 mit einer Schnorchelausrüstung und verstärkter Flak-Bewaffnung. Das Modell sollte im Auftrag Werftzustand zeigen, trotzdem habe ich es zumindest, um etwas Leben ans Modell zu bringen mit etwas Alterung versehen. Das Modell ist von Revell typischweise zwar korrekt in den Abmessungen, aber in den Details gusstechnisch sehr grob angelegt. Hier helfen drei Detailsets von Eduard, sowie Metallperiskope und neue Flakrohre von Schatton Modellbau. (Andreas Coenen)

Die Flutschlitze müssen alle geöffnet, sprich ausgebohrt und gefeilt werden. Auch hier hat Revell nur halbe Arbeit geleistet.

Die Torpedoluken wurden sowohl vorne wie hinten geöffnet und durch Ätzteile fast komplett neu aufgebaut.

Bugpartie mit neuen Flutschlitzen und Tiefenruder.

Das fertige Modell mit seiner hellgrauen Seitenwasserlinie, dunkelgrauem Bootskörper und schwarzgrauer Decksbeplankung.

Die feinen Decksdetails kommen nach der Bemalung schön zur Geltung.

Das graue Einerlei wird durch den verrosteten Zuluftschacht und den alten Rettungsring an der Brücke unterbrochen.

Die Öffnungen der Satteltanks wurden ebenso aufgebohrt und durch Ätzteileinsätze ersetzt.

Heckpartie mit nachdetaillierten Flutschlitzen und Ruderanlage.

Turmaufbau: Flakgeschütze und Turmdetails mit Ätzteilen nachgebessert. Metallperiskope ersetzen die groben Revell-Originalteile.

Das Sehrohrpaar ist hier nun komplett eingefahren - der schöne Metallabrieb an den Rohren ergibt sich durch die gedrehten Schatton-Teile.

Schnorchelanlage kann aufgerichtet und an der Zuluftleitung eingerastet werden.

Fazit: Das Basismodell ist vom Preis und Bastelspass gut zu empfehlen. Wer mehr Details haben will muss kräftig nachrüsten!