Modell des Monats Sep 2017: Takom's Königstiger mit Inneneinrichtung

Ein wirklich interessantes Modell entpuppt sich in der neuen Serie von Takom für den Maßstab 1:35 in Form des Bausatz "Königstiger mit Inneneinrichtung". Sicher nicht gerade billig im ersten Moment, bekommt man dann ein Modell, daß man bis vor kurzem noch durch eine Vielzahl Zurüstsätze nur sehr aufwendig hätte umsetzen können. Ein prall gefüllter Kitkarton mit eigentlich zwei Bausätzen in einem: ein perfekt detaillierte Pzkw VI Königstiger und dazu eine komplette Einrichtung für Motor, Wanne und Turm. Dies ist kein Schüttelbausatz, also will ich einmal durch die einzelnen Baustufen führen- vielleicht regt es an, ihn nachzubauen. Andreas Coenen

Begonnen wird mit der Inneneinrichtung der Wanne mit den beiden Fahrer- und Funkplätzen und dem Bodenteil mit den Drehgestängen der Laufräder. Die Teile, die in dern Inneneinrichtung altweiß lackiert sind bleiben fürs Airbrushen separat, das betrifft dias Schott zum Motorraum, Stützen und den Aufbau auf dem Getriebeblock. So kann man relativ viel der einzelnen Baugruppen schon vormontieren.

Die Wanne mit den montierten Drehgestängen wird von unten vor dem Airbrushen mit feinen Sand als natürliche Verschmutzung versehen.

Die Motoraum-Teile sind ebenso geairbrusht und gealtert Der Motor und die Lüfterteile, sowie die Seitentanks sind zum Einbau bereit.

Schlussmontage der Unterwanne mit Inneneinrichtung. Rund zwei Drittel des gesamten Munitionsvorrat der 88mm-Granaten wird in den Seiten der Wanne verstaut. Entsprechend dem Jahr 1944 ist hier ein Mixed aus Messing und Stahlhülsen in Verwendung.

Oberwanne und Turmoberteil werden nun in den großen Bauteilen zusammen gebaut. Die spätere "Cut"-Linie wird angezeichnet und die Teile ausgesägt. Die Schnittränder werden verspachtelt und verschliffen.

Der Rohbau des Turmes beinhaltet aufwendige Baugruppen, die detailliert die L/71-Panzerkanone und vor allem den Turmkorb beinhalten. Hier ist sehr schön die Turmmechanik ausgeführt.

Der Ausschnitt im Turm gibt einen gute Einblick in den schweren Königstiger-Turm. Die im Turmheck eng gestapelten Granaten wurden nochmals als Messing- bzw. Stahlblechhülsen ausgeführt.

Fahrer- und Funkerplatz mit den filigranen Hebesitz, den seitlichen Bremsvorgelegen und erlauben den Blick auf die offen liegenden Drehgestänge - hier zeigt sich die Präzision des Bausatzes. Ein Modell im Modell.

Wanne und Basiseinbauteile werden in dendrei benötigten Grundfarben, wie das Altweiss(+5% Sandgelb-Beimischung), das Dunkelrot des Rostschutzanstriches, sowie die Grundierung der Außenwanne in Sandgelb geairbrusht.

Getriebeblock, Kardanwellen sind eingebaut, entsprechend mit den jetzt montierten und gealterten Laufrollen (Abriebflächen in Metallton ausführen) ergibt sich ein erstes, simmiges Bild.

Am Modell werden die Einzelgliederketten jeweils pro Seite für oben und unten zusammen geklebt und über Treib- und Leitrad am Modell gebogen. Danach gilt es sie nach einem Antrocknen abzunehmen und mit Dunkelbraun zu grundieren. Rostrote Pigmente betonen die Struktur und Tiefen, zuletzt werden die erhaben Teile und die Führungszähne mit Silber trocken bemalt.

Die Oberwanne passt nur mit etwas Druck auf die Unterwanne. Hier kann man gut den späteren Ausschnitt für das Innenleben erkennen. Wichtig ist auch hier ein Teil des Turmringes stehen zu lassen, damit der Turm auf dem Modell nach wie vor Halt hat.

Einige, wenige Ätzteile finden dort und an den Hülsenböden der Turmgranaten Verwendung. Die Sitzplätze für Kommandanten und Ladeschützen rund um das Geschütz sind sehr filigran ausgeführt. Hier lohnt es sich also, soviel wie möglich später einsehbar zu haben.

Das fertige Modell zeigt einen im Einsatz stehenden Tiger Ende 1944 und gibt den Blick auf Wannen- und Turminneres frei.